Fallbeispiele


Die Chancen und Risiken eines Capped Bonus-Papiers verdeutlicht ein einfaches Beispiel. Stellen Sie sich dazu vor, Sie seien der Käufer des folgenden Zertifikats auf die A-Aktie.

Aktueller Kurs der A-Aktie: 50 Euro
Kaufpreis des Capped Bonus-Zertifikats: 48 Euro
Bezugsverhältnis: 1
Barriere des Capped Bonus-Zertifikats: 35 Euro
Cap bzw. Bonuslevel des Capped Bonus-Zertifikats: 60 Euro
Bonusbetrag (Bonuslevel bzw. Cap x Bezugsverhältnis): 60 Euro
Laufzeit: 12 Monate


Sie erwerben das Capped Bonus-Zertifikat in diesem Beispiel also zu einem Preis, der etwas niedriger als der aktuelle Kurs des Basiswertes ist. Stellen Sie sich jetzt die Frage, wann sich die Anlage für Sie auszahlt und wann nicht? Spielen wir dazu verschiedene Szenarien durch.






Szenario: Stark fallende Kurse
Unter stark fallenden Kursen der A-Aktie, die das Barriereniveau unterbieten, leidet auch das Capped Bonus-Investment in vollem Umfang. War das Zertifikat zum Kaufzeitpunkt wie im obigen Beispiel etwas günstiger als die A-Aktie, fällt die negative Zertifikatsperformance
lediglich etwas moderater als beim Basiswert aus. Wurde das Zertifikat hingegen mit einem Aufgeld zum Aktienkurs erworben, ist der prozentuale Verlust durch das entfallende Aufgeld sogar höher als beim Basiswert.

Szenario: Moderat fallende Kurse ohne Barrierenverletzung
Für den vollen Erfolg genügt die Unversehrtheit der Barriere. Schwächeln die Notierungen
der A-Aktie nur moderat und fallen dabei niemals auf oder unter die Barriere, so wird am Bewertungstag der Bonusbetrag je Zertifikat zur Auszahlung festgelegt. Damit ist der Höchstwert erreicht, und der Anleger erzielt gegenüber dem Kaufpreis des Produkts die Bonusrendite als maximal mögliche Rendite.

Szenario: Stagnierende Kurse ohne Barrierenverletzung
Ist die A-Aktie im Vergleich zum Einstiegszeitpunkt nicht vom Fleck gekommen und hat während der Laufzeit niemals die Barriere berührt oder unterschritten, erhält der Capped Bonus-Anleger den Bonusbetrag (= Bonuslevel bzw. Cap x Bezugsverhältnis) als Rückzahlung. Durch die Bonusrendite wird also ein Ertrag generiert, während der Basiswert keine Performance eingespielt hat.

Szenario: Moderat steigende Kurse ohne Barrierenverletzung
Auch bei moderaten prozentualen Zuwächsen der A-Aktie, die die Bonusrendite nicht übertreffen, ist der Capped Bonus-Anleger bei permanent unverletzt gebliebener Barriere durch die Bonusrendite gegenüber der Aktienperformance im Vorteil. Erst am sogenannten Outperformance-Punkt entspricht die Basiswertrendite der Bonusrendite (im vorliegenden Beispiel: Bonusrendite = 25 %, Aktie erreicht ab 62,50 Euro eine Rendite von 25 % und damit den Outperformance-Punkt). Oberhalb des Outperformance-Punkts ist die Aktienperformance
gegenüber der Zertifikatsperformance im Vorteil.

Szenario: Stark steigende Kurse
Durch den Cap auf Höhe des Bonuslevels ist der erzielbare Gewinn des Capped Bonus-Zertifikats in jedem Fall begrenzt. Auch nach einer Barrierenverletzung gilt dieser Aspekt. Maximal kann der Bonusbetrag (= Bonuslevel bzw. Cap x Bezugsverhältnis) als Rückzahlung festgelegt werden, sodass Kurszuwächse des zugrunde liegenden Titels oberhalb des Caps unberücksichtigt bleiben.




 

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