Was ist die implizite Volatilität?

Die implizite Volatilität ist eine Einflussgröße auf den Wert von Optionen und Optionsscheinen. Da auch viele Zertifikate Optionskomponenten beinhalten, ist sie auch für deren Wertentwicklung von Bedeutung.

Es handelt sich hierbei um einen Begriff aus der Statistik. Konkret ist die implizite Volatilität ein Maß für die Abweichung der einzelnen zukünftigen (täglichen) Renditen eines Basiswerts von deren Mittelwert. Nicht zu verwechseln ist die implizite Volatilität mit der historischen (realisierten) Volatilität. Letztere ist die Abweichung der Renditen von ihrem Mittelwert in der Vergangenheit, also von den tatsächlichen Kursschwankungen eines Basiswerts. Die implizite Volatilität dagegen ist eine Größe, die die Erwartungen der Schwankungsbreite für die Laufzeit einer Option/eines Optionsscheins ausdrückt.

Der Preis für Optionen ergibt sich an der Terminbörse aus Angebot und Nachfrage nach den entsprechenden Kontrakten. Geht man davon aus, dass alle Parameter wie Basispreis, Laufzeit, Zinsniveau, erwartete Dividenden etc allen Marktteilnehmern bekannt sind, kann man aus dem gehandelten Preis die darin enthaltene Erwartung an die zukünftige Schwankungsbreite ‚implizit’ berechnen, da diese die einzige unbekannte Größe in diesem Fall wäre. Daher auch der Name implizite Volatilität.

 

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